Entwicklung
PREDA: Umwelt und Indigene Drucken E-Mail

Das Volk der AetaDie indigene Minderheit vom Volk der Aeta lebt in und von der Natur. Ihr Häuptling, Chief Salvador sagt: „Wenn ihr etwas zum Leben braucht, geht ihr in den Supermarkt. Wir gehen in den Regenwald. Der Urwald ist unser Supermarkt und unsere Apotheke.“
Um ihre Kultur und ihr traditionelles Leben fortsetzen zu können, brauchen die Aeta Unterstützung. Zu groß sind die Bedrohungen für ihren Zusammenhalt und für die Natur in der sie leben.


PREDA unterstützt die Aeta beispielsweise durch ein Wiederaufforstungsprojekt. In ihm wird geschädigter oder zerstörter Wald durch Neuanpflanzungen vor allem von Mangobäumen wieder hergestellt. Die Mangoprodukte gelangen über den Fairen Handel auch nach Deutschland. Die Moringa-Bäume, die ebenfalls angepflanzt werden, bilden sehr nahrhafte und leckere Blätter, aber auch Samen und Blüten können verwendet werden. Beide Bäume sichern den Familien ein bescheidenes Einkommen.
Ein Baum-Setzling kostet nur zwei Euro. Die Jungen, die nach ihrer Befreiung aus dem Gefängnis im Wohnheim von PREDA leben, bereiten die jungen Pflanzen vor, und lernen dabei viel über Land- und Forstwirtschaft.
Hinzu kommt, dass die Wiederaufforstung auch ein kleiner Schritt gegen den Klimawandel ist, denn die Bäume binden im Laufe ihres Lebens viel Kohlendioxid.

Eine neue Einkommensquelle kann der sogenannte „Sanfte Tourismus“ werden. Reisende aus aller Welt können in kleinen Gruppen die Aeta besuchen und einige Tage bei ihnen wohnen. Sie lernen, wie die Menschen mit ihrer Kultur  in und von den Wäldern leben, dort ihre Lebensmittel und Medikament gewinnen. Sie werden zu den Naturschönheiten der Vulkanlandschaften am Mount Pinatubo geführt und erfahren die Mythen und Erzählungen des Volkes und die ursprüngliche Lebensweise der Aeta.

Auch politisch unterstützt PREDA die Anliegen der Ureinwohner. Eine große Gefahr für ihr Land geht von Bergbauaktivitäten aus, die verschiedene Unternehmen begonnen haben oder planen. Die Indigenen protestieren gegen die Ausbeutung und Verwüstung ihres angestammten Landes durch die Rohstoffindustrie und wehren sich auf vielfältige Weise dagegen, beispielsweise mit Demonstrationen und Unterschriftenaktionen.