Entwicklung
header_entwicklung

Vor grossen Herausforderungen

Trotz über fünzig Jahren internationaler Entwicklungspolitik steht die Welt noch vor gewaltigen Herausforderungen. Trotz einiger beachtlicher Erfolge gibt es noch viel zu viel Armut und Hunger auf der Welt. Die Kluft zwischen extrem Armen und Reichen vergrößert sich in vielen Entwicklungsländern, aber auch im Weltmaßstab zwischen den Ländern des Südens und des Nordens.

Es ist noch nicht gelungen, das zu große Bevölkerungs-Wachstum zu verringern. Die Auswirkungen des Klimawandels gefährden schon jetzt viele Entwicklungserfolge. Die Zahl der Konflikte nimmt zu. Ackerland wird knapp, auch die Trinkwasser-Reserven sind in vielen Teilen der Welt bedroht. Für die Energiefrage müssen weltweit nachhaltige Lösungen gefunden werden. Menschen- und Kinderrechte sind lange noch nicht überall umgesetzt. Diese Liste lässt sich noch weit fortsetzen.

Beiträge
Ressourcen und Konflikte

ressourcenRessourcen wecken Begehrlichkeiten – und heizen Konflikte an

Die Macht über wertvolle Ressourcen verheißt Profit. Je begehrter ein Rohstoff ist, umso höher können die Gewinne sein, die mit ihm zu erzielen sind. Und je gieriger Menschen nach den Erträgen werden, umso skrupelloser wollen sie die Macht über Ressourcen an sich reißen und ausüben.

Das führt zu Konflikten bis hin zu Kriegen. Es gibt zahlreiche Beispiele, dass Kriege und Bürgerkriege um Rohstoffe und ihre Ausbeutung geführt wurden.

1990 etwa besetzte der Irak das ölreiche Kuwait, nachdem beide Länder jahrelange Konflikte um Ölvorkommen im Grenzgebiet nicht lösen konnten und sich auch nicht auf eine Preispolitik einigten. Die Reaktion des Westens unter Führung der USA war 1991 ein Angriff auf den Irak, um Kuwait zu befreien. Das Motiv für diesen Krieg war der Schutz des ölreichen Saudi-Arabiens vor einem möglichen Angriff des Irak sowie die Rückeroberung von Kuwaits reichhaltigen Ölquellen. Deutschland beteiligte sich an dem so genannten „2. Golfkrieg“ nicht militärisch, finanzierte ihn aber mit Milliardensummen mit. Es dürfte als sicher gelten, dass die USA den Angriff auf Irak nicht gestartet hätten, wenn Kuwait nicht über seinen Ölreichtum verfügt hätte. Aber hätte Irak dann überhaupt Kuwait besetzt?

Weiterlesen...
 
Landgrabbing
shutterstock_84796315Unsere Böden – unser Leben

Unsere Landoberfläche ist einer der wichtigsten Schätze des Planeten, und er wird von der Menschheit vielfach genutzt. Er bietet unsere biologische Lebensgrundlage – ohne Boden keine Menschen. Der Boden ist nicht vom Menschen erzeugt, er ist endlich und er ist gefährdet. Seine Nutzungsmöglichkeiten und seine Begrenztheit machen ihn wertvoll, und: Er kann bei sorglosem Umgang verloren gehen.

Nur wenigen Menschen, die in der Stadt leben – wie es 88 Prozent der Deutschen tun – ist allerdings die enorme Bedeutung bewusst, die unser Boden für uns hat.

Die wichtigste Funktion des Bodens ist seine Nutzung als Ackerland und Weide. Menschen überall auf der Welt nutzen Böden, um Nahrung anzubauen. Dies können Feldfrüchte für den direkten menschlichen Verzehr sein, wie Kartoffeln, Getreide, Reis, Obst oder Gemüse. Oder der Boden wird für Futter genutzt, das zunächst Nutztiere wie Rinder, Schweine, Schafe oder Geflügel ernährt, die dann ebenfalls als menschliche Nahrung dienen. Andere landwirtschaftliche Produkte sind für die Bekleidung gedacht, wie beispielsweise Baumwolle oder – eine neue Nutzung – zur Energieerzeugung, wie die Ölpflanzen Raps oder Jatropha. Palmöl dient zahlreichen chemischen Produkten des alltäglichen Bedarfs als Grundlage.

Weiterlesen...
 
Entwicklung Philippinen

Kinder in einer SchuleDie Philippinen stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Trotz eines beachtlichen Wirtschaftswachstums, das in den letzten Jahren zwischen zwei und sieben Prozent lag, ist die Zahl der Armen kaum gesunken. Die wirtschaftlichen Fortschritte werden offenbar durch das große Bevölkerungs-Wachstum wieder zunichte gemacht. Jedes Jahr wächst die Zahl der Menschen, die satt werden wollen, um rund eine Million.
Die Philippinen wurden vom Reisexporteur zum größten Importeur. Dazu haben viele Gründe beigetragen, auch eine Vernachlässigung der Landwirtschaft. Viele Menschen können sich keine drei Mahlzeiten leisten. Während der Reiskrise 2008 explodierte die Zahl der Hungernden.

Weiterlesen...
 
Die Millenniums-Entwicklungsziele der UNO

Zie Zenrale der Vereinten NationenIm September des Jahres 2000 unterschrieb der damalige Präsident Joseph Estrada als einer von 189 Staatsoberhäuptern die Millenniums- (Jahrtausend-) Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (United Nations Organisation; UNO). Nachdem seit den 1980er Jahren kaum Fortschritte bei der Armutsbekämpfung gemacht wurden, sondern viele Nationen eher Rückschläge in der Bekämpfung machten, einigten sich die Politiker/innen im Jahr 2000 auf acht Ziele, die sie bis zum Jahr 2015 gemeinsam erreichen wollten. Die Zusammenkunft in New York war der bis dahin größte Gipfel, den die UNO veranstaltet hatte. Noch niemals zuvor waren so viele Staaten und ihre Regierungen vertreten und einigten sich über das grundlegende Menschheits-Ziel einer effektiven Armutsbekämpfung.

Weiterlesen...
 
Hunger in den Philippinen

Ursachen der Hungerkrise in 2008 - Wer hungert warum?

Nachdem die Preise für Grundnahrungsmittel 2008 weltweit in die Höhe schossen, ist die Zahl der Hungernden weiter dramatisch angestiegen. Heute hungern über eine Milliarde Menschen – jede/r sechste Erdenbewohner/in, so die Welternährungsorganisation 2009. Das Recht auf Nahrung ist daher das am häufigsten verletzte Menschenrecht.

Aber Hunger ist kein Schicksal, sondern von Menschen gemacht. 10 von 100 Hungernden haben aufgrund von Naturkatastrophen und Kriegen nicht genug zu essen. Die restlichen 90 der 100 Menschen hungern, weil sie ausgegrenzt und diskriminiert werden. Hunger trifft daher ganz bestimmte gesellschaftliche Gruppen besonders hart. Die Hälfte aller Hungernden sind KleinbäuerInnen, 22 Prozent Landlose (bspw. Saisonarbeiter, Erntehelfer) und acht Prozent Indigene, Nomaden und Fischer. 80 Prozent der Hungernden leben auf dem Land, also dort wo Nahrung produziert wird.

Hunger

Man spricht von Hunger, wenn ein Mensch seinen Energiebedarf nicht decken kann und / oder seiner Nahrung notwendige Vitamine oder Mineralien fehlen. Als Hunger wird daher sowohl eine quantitative Unterernährung, als auch eine qualitative Mangelernährung bezeichnet.

 

 
Weiterlesen...
 
Eigentumsverhältnisse in den Philippinen
Die Philippinische Elite während einer ParadeDie Familie spielt eine sehr wichtige Rolle im Leben der philippinischen Bevölkerung. Sie stellt die ersten Weichen im Hinblick auf die Klassenzugehörigkeit, Reichtum oder Armut sowie die damit verbundenen Lebenschancen. Über die Verteilung der Lebenschancen entscheiden in den Philippinen Umstände wie Familienkreis und Herkunft, persönliche Beziehungen, Geld, Bildung und Landbesitz. All dies sowie der Zugang zu öffentlichen Ressourcen – von günstigen Finanzmitteln bis hin zu vorteilhaften Aufträgen – ist in wenigen Händen konzentriert.
Weiterlesen...
 
Warten bis der Arzt kommt: Gesundheit in den Philippinen
Straßenverkäufer in Manila„Gesundheit ist der Zustand umfassenden physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein die Abwesenheit von Krankheit", so lautet die Standarddefinition der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dieses Recht auf Gesundheit lässt sich für die Mehrheit der philippinischen Bevölkerung nicht verwirklichen, wenn nicht damit in Verbindung stehende Menschenrechte wie die Selbstbestimmung der Ernährung, sauberes Wasser oder menschenwürdiges Wohnen verwirklicht werden. Ansteckende, aber heilbare Krankheiten wie Lungenentzündung oder Tuberkulose gehören in den Philippinen weiterhin zu den häufigsten Todesursachen. Jährlich sterben 110.841 Filipin@s an Tuberkulose.
Weiterlesen...
 
Menschenrechte in den Philippinen
 PolizeieinsatzDie Idee der Menschenrechte geht davon aus, dass jedem Menschen die gleichen Rechte zustehen. Dazu gehören das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, soziale Rechte wie das Recht auf Bildung, Arbeit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau, aber auch Freiheitsrechte wie das Recht auf Selbstbestimmung oder Meinungs-, Religions- und Versammlungsfreiheit. Diese grundlegenden Rechte wurden am 10. Dezember 1948 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen festgehalten. Die Menschenrechte wurden von fast allen Ländern anerkannt und sind daher unabhängig von der Staatszugehörigkeit. Bis heute ist der 10. Dezember der Internationale Tag der Menschenrechte.
Weiterlesen...
 
Kein Kinderspiel – Kinderrechte in den Philippinen

Mädchen bei der HausarbeitKinder gelten in den überwiegend christlich geprägten Philippinen als Geschenke Gottes, nicht nur weil sie die Zuneigung der Eltern zueinander zeigen, sondern auch, weil sie eine wichtige Altersvorsorge sind. In einem Land, in dem es so gut wie keine Sozialversicherung, Krankenversicherung und Rentenversicherung gibt, funktioniert die Familie wie eine Art Sozialamt: von den Kindern wird erwartet, so früh wie möglich im Haushalt oder bei der Arbeit zu helfen.

Die philippinische Bevölkerung ist sehr jung. 2009 waren über 35 Prozent der 92 Millionen Filipinos und Filipinas unter 14 Jahre alt (Deutschland: 13 Prozent). Das Durchschnittsalter im Land lag 2009 bei 22,5 Jahren (Deutschland: 43,8 Jahre). Durchschnittlich bringt eine philippinische Frau in ihrem Leben 3,18 Kinder zur Welt, in Deutschland sind es im Vergleich dazu nur 1,37 Kinder. Diesen Kinderreichtum sieht man auf fast jeder Straße in den Philippinen. Kein Bus oder Jeepney (öffentliches Verkehrsmittel in den Philippinen), der nicht voller Schüler/innen und Student/innen ist.

Gesetze über die Rechte von Kindern in den Philippinen

Die Philippinen haben am 26. Januar 1990 die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Dieses internationale „Übereinkommen über die Rechte des Kindes" wurde am 20. November 1989 von den Vereinten Nationen (engl. United Nations, kurz UN) in New York verabschiedet. Mit ihrer Unterschrift haben sich die Philippinen dazu verpflichtet, die Rechte der Kinder anzuerkennen und zu verwirklichen. Sie müssen der UN einen regelmäßigen Bericht vorlegen, wie sie mit der Umsetzung der Kinderrechte vorankommen. „Kinder" sind nach der UN-Kinderrechtskonvention alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre.

Neben diesem internationalen Übereinkommen gibt es in den Philippinen einige nationalen Gesetze, die sich mit dem Schutz und den Rechten von Kindern befassen.

Im philippinischen „Gesetz zum Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen" (engl. Child and Youth Welfare Code of the Philippines) ist zum Beispiel festgeschrieben, dass Kinder und Jugendliche das Recht auf eine angemessene Ernährung, Bildungsmöglichkeiten und Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Vernachlässigung haben.

Das philippinische Kinderschutzgesetz (engl. Special Child Protection Act) verbietet die Inhaftierung von Kindern.

Die philippinische Regierung hat in Bezug auf Kinderrechte gemeinsam mit UNICEF eine Kinderrechtsbewegung („Child Friendly Movement") ins Leben gerufen, welche sich die Erfüllung der Kinderrechtskonvention auf den Philippinen zum Ziel gesetzt hat. Dadurch werden Kinderrechte auf den Philippinen zunehmend thematisiert, deren Erfüllung ist allerdings angesichts der zahlreichen Formen von Missbrauch, Vernachlässigung und Ausbeutung von Kindern auf den Philippinen immer noch in weiter Ferne.

 

Weiterlesen...
 
Berufsbildung ausgegrenzter Jugendlicher – Eine schwierige Aufgabe

Jugendlicher bei der Ausbildung zum Schwei0erDass eine berufliche Ausbildung den persönlichen, sozialen und ökonomischen Handlungsspielraum eines Menschen entscheidend vergrößert, ist unbestreitbar. Eine Ausbildung bietet jungen Menschen auch die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten. Über neun Millionen Philippinos tun dies Jahr für Jahr und verdienen ihr Geld im Ausland, da zu Hause die Beschäftigungsbedingungen zu schlecht sind. Die Geldrücküberweisungen an die daheimgebliebene Familie sind insgesamt mit 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Stand 2007) für die Binnenwirtschaft der Philippinen enorm bedeutsam. Millionen von Haushalten hängen von diesen Rücküberweisungen ihrer zeitweilig oder dauerhaft im Ausland arbeitenden Familienangehörigen ab, die in Dubai, London, Bangkok oder sonst wo arbeiten, sei es im erlernten Beruf oder berufsfremd. Mit den Geldüberweisungen aus dem Ausland werden unter anderem die Ausgaben für Bildung und Ausbildung der eigenen, zuhause gebliebenen Geschwister und Kinder finanziert. Deren Bildung wird zudem von Jahr zu Jahr teurer. Es gibt womöglich kaum eine bessere Waffe gegen Armut und Benachteiligung als Bildung und Ausbildung.

„Mario, wovon hast du geträumt, als du noch zur Schule gegangen bist?" „Ich träumte von einem besseren Leben im Ausland." „Warum hat es nicht geklappt?" „Wir hatten nicht das Geld für die Arbeitsvermittlung, für die Papiere und den Flug. Außerdem hatte ich keine Ausbildung vorzuweisen und war daher schwierig zu vermitteln." „Das heißt du hast keinen Berufsabschluss?" „Nein. Das Problem fing schon damit an, dass ich mehrmals meine Grundschule abbrechen musste. Wenn das Geld knapp war, dann wurde zuerst an Dingen wie der Fahrt zur Schule gespart. Irgendwann geht es dann nicht mehr. Mit zwölf Jahren habe ich dann schließlich abgebrochen. Mit meinen insgesamt vier Jahren Schule habe ich keine richtige Berufsbildung anfangen können. Einmal habe ich einen Kurzkurs angefangen, aber auch den musste ich abbrechen, weil meine Mutter krank wurde. Hätte ich eine richtige Ausbildung machen können, dann würde heute mein Leben ganz anders aussehen, davon bin ich fest überzeugt."

Weiterlesen...
 
Mangelhaft! Der Zugang zu Bildung
AusbildungsdiplomBildung ist auf den Philippinen sehr wichtig. Sie gilt als bester Weg aus der Armut, als Mittel für sozialen Aufstieg und gesellschaftliches Ansehen. Deshalb versuchen Eltern ihren Kindern so viel Bildung wie möglich mitzugeben. Und es macht sie stolz, wenn es ihnen gelingt, ihrem Kind sogar eine College-Ausbildung oder gar ein Universitätsstudium ermöglichen zu können. Dafür sind zahlreiche Eltern bereit, hohe Kredite aufzunehmen. Diplome und Abschlussfotos hängen in vielen kleinen Hütten allseits sichtbar an der Wand.
Weiterlesen...
 
Menschenskinder - Bevölkerungspolitik in den Philippinen

Eine philippinische FamilieDie philippinische Bevölkerung wächst. Gab es im Jahre 1980 erst 48 Millionen Filipinos und Filipinas und im Jahre 2000 „nur“ 78 Millionen, so waren es im Jahre 2008 bereits 90,4 Millionen. Dass die Bevölkerung wächst, liegt unter anderem an einer verbesserten Basisgesundheitsversorgung, so dass die Kindersterblichkeit sinkt (2008: 32 von 1000) und die Lebenserwartung steigt (2008: 72 Jahre), so die Weltbank.

Kinder gelten in den Philippinen als „Geschenke Gottes“. Viele Männer meinen, je mehr Kinder sie gezeugt haben, desto mehr haben sie ihre Männlichkeit unter Beweis gestellt. Und für die allermeisten Frauen ist es undenkbar keine Kinder zu bekommen. Denn erst das Muttersein, so die gesellschaftlich bestimmende Auffassung, macht aus einer Frau eine „richtige Frau“.

Weiterlesen...
 
Die Migration von Filipinos rund um den Erdball

„Nach einer grüneren Weide suchen" - Eine kurze Geschichte der Migration

 

Viele Philippinos arbeiten in aller Welt Die Auswanderung aus den Philippinen begann um das Jahr 1900, nachdem das Land zur amerikanischen Kolonie wurde. Private Anwerber suchten bis zum Zweiten Weltkrieg Farmarbeiter für die Ananas- und Zuckerrohrplantagen im US-Bundesstaat Hawaii. Verwandte dieser ersten Auswanderer-Welle und von Filipinos, die im Krieg in der US-Armee gekämpft hatten, folgten bis in die 60er Jahre in die Vereinigten Staaten. Seit 1915 wurde die Übersiedlung von Filipinos in die USA durch die dortigen Gesetze gefördert.
Weiterlesen...
 
300 Jahre Spanien und 50 Jahre Hollywood

Kolonialgeschichte der Philippinen

 

shutterstock_51752893Puti (weiße Ausländer) sind etwas Besonderes in den Philippinen! Gerade in der Provinz stoßen sie auf viel Aufmerksamkeit. Männer und Kinder sind oft sehr „aufmerksam" (man könnte auch sagen aufdringlich): „Hey Joe", schallt es dann häufig von irgendwo. Hey Joe? Ja, denn erst einmal gelten alle Weiße als Amerikaner. Frauen sind etwas schüchterner. Schnell aber fragen sie die Weißen: „Kann ich Deine Nase haben?" (weil die spitz ist und nicht so flach wie asiatische Nasen). Oder sie bringen zum Ausdruck, dass sie so gerne die helle Haut der Touristin hätten. Und wollen diese „einfach nur mal anfassen". Weißmachende Hautpflegemittel (Whitening soap) sind sehr beliebt. Einfach verrückt finden es die Filipinos und Filipinas, wenn sich Menschen mit weißer Hautfarbe sich in die Sonne legen, um brauner zu werden.
Weiterlesen...
 
Eine gute Regierung? – Noch ein langer Weg zu gehen

Good Governance und Korruption in den Philippinen


Amtseinführung von Präsident Noynoy Aquino 2010Das Volk hat das Sagen – das ist die Idee der Demokratie. Deshalb gibt es Parlamente und/oder direkt gewählte VertreterInnen. Von ihnen wird erwartet, dass sie die ihnen aufgetragenen  Aufgaben erfüllen, und zwar  zum Wohle des Volkes. Dies nennt man „good governance“ was sich mit „gute Regierungsführung“ übersetzen lässt. Dabei geht man davon aus, dass es bestimmte Voraussetzungen gibt, dass sich eine Gesellschaft „gut regieren“ lässt.
Weiterlesen...
 
Gender: Geschlechterrollen in den Philippinen

 Teilnehmerin an einem SchönheitswettbewerbIn jeder Gesellschaft gibt es andere Vorstellungen darüber, was zu den Aufgaben der Frauen und denen der Männer gehört. Die Rollen der Frauen und Männer sind also nicht biologisch vorgegeben sondern sozial erlernt. Wie wir uns als Frauen und Männer verhalten sollen, wird uns als Mädchen und Jungen in unserer Kindheit und Jugend beigebracht. Daher unterscheidet man zwischen dem biologischen Geschlecht und dem sozial erlernten Geschlecht. Der englische Begriff Gender bezeichnet das soziale und psychologische Geschlecht einer Person.

Weiterlesen...
 
Indigene: Benachteiligt und ins Hochland verdrängt

Ethnische Minderheiten in den Philippinen

The-Elders-of-Didipio„Wir werden immer ärmer und hungriger", so beschreiben Indigene in den Philippinen ihre Situation.

Als „Indigene" wird die angestammte Bevölkerung eines Landes bezeichnet, also diejenigen Menschen, die als erstes ein bestimmtes Gebiet bevölkert haben, mittlerweile aber eine Minderheit bilden, die von der nationalen Mehrheitsbevölkerung oft diskriminierte wird. „Ureinwohner" ist auch ein Begriff, der häufig gebraucht wird.
Dieser Begriff wird jedoch von indigenen Gruppen selbst oft abgelehnt, da sie der Meinung sind, dass dieser Begriff negativ sei und abwertend gemeint ist.
Weiterlesen...
 
PREDA: Kinderrechte

Kinder im Gefängnis

Gefängniskinder

 

Der 13-jährige Boboy hatte den ganzen Tag noch nichts gegessen. Wie so oft hatte er stumm vor dem Eingang des Einkaufszentrums in Manila gebettelt. Aber heute hatte er Pech und bekam nichts. In seiner Verzweiflung schmuggelte er sich an den Wachleuten vorbei und sprach Passanten an – das war verboten. Ein Ladenbesitzer rief den Sicherheitsdienst und Boboy wurde ins Stadtgefängnis gebracht. Ohne viel Federlesens wurde er eingesperrt und erst nach vier Monaten wieder freigelassen – einen Richter oder Anwalt hat er nicht gesehen. Die Zeit im Gefängnis war für Boboy furchtbar. Er musste viel Gewalt über sich ergehen lassen, von erwachsenen Mitgefangenen wie von Wärtern. Er schlief auf dem nackten Beton und wurde fast nie satt.
Weiterlesen...
 
PREDA: Umwelt und Indigene

Das Volk der AetaDie indigene Minderheit vom Volk der Aeta lebt in und von der Natur. Ihr Häuptling, Chief Salvador sagt: „Wenn ihr etwas zum Leben braucht, geht ihr in den Supermarkt. Wir gehen in den Regenwald. Der Urwald ist unser Supermarkt und unsere Apotheke.“
Um ihre Kultur und ihr traditionelles Leben fortsetzen zu können, brauchen die Aeta Unterstützung. Zu groß sind die Bedrohungen für ihren Zusammenhalt und für die Natur in der sie leben.

Weiterlesen...
 
PREDA: Mangohandel

Mädchen bei PREDA beim Etikettieren von Mango-ProduktenNach UNICEF gibt es auf den Philippinen etwa 100.000 Kinderprostituierte. Der Kinderhandel ist perfekt organisiert und nutzt die Armut und die oftmals ausweglos erscheinende Lage der Familien brutal aus. Der Faire Handel mit Mangos des philippinischen Kinderschutzzentrums PREDA bietet in dieser Situation einen erfolgreichen Ausweg: Er schafft Arbeit und sicheres, deutlich verbessertes Einkommen in ländlichen Regionen der Philippinen. Zudem verhindert er, dass die Familien ihre Dörfer verlassen und in den Städten auf aussichtlose Arbeitssuche gehen. Mit den kontinuierlichen Mehrpreiszahlungen für ihre frischen Mangos können bereits tausende Familien einen nachhaltig ihren Lebensunterhalt erwirtschaften. Voraussetzung für ein behütetes und sicheres Zuhause für die Kinder. Mit dem Erlös eines Mangobaumes können z.B. alle jährlichen Schulkosten für zwei Kinder gedeckt werden.

Weiterlesen...